„Cinder & Ella“

26.02.2021 ; Merles Buchwelt

Meine Bewertung: Okay, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Am besten am Anfang. Als ich das Buch begonnen habe, hat es mich sofort gefesselt und über die ganze Geschichte hinweg nicht mehr losgelassen. Ich musste immer wissen, was als nächstes passiert und wie es mit Ella weitergeht.

Nach einem schweren Autounfall, bei dem ihre Mutter ums Leben kam, lag Ella über Monate hinweg im Krankenhaus, ließ OPs und Rehas über sich ergehen und wurde von Ärzten wieder halbwegs hergestellt. Jetzt soll sie zu ihrem Vater und dessen neuer Familie ziehen. Ihren Vater hat sie seit dieser sie und ihre Mutter verlassen hat nicht mehr gesehen und seine Familie kennt sie gar nicht. In ihrer neuen Familie kann sie sich nicht integrieren und in der Schule wird sie gemobbt. Sie wünscht sich nichts lieber, als ihr altes Leben zurück und beschließt irgendwann sich wieder bei ihrem alten Onlinefreund Cinder zu melden, den sie über ihren Blog kennengelernt hat, doch hat sie keine Ahnung, wer er wirklich ist…

Wie schon gesagt, war das Buch extrem fesselnd und hat einen einfach nicht mehr losgelassen. Fast jedes Kapitel endete mit einem Cliffhanger und so musste man immer weiterlesen. Auch die Tatsache, dass das Buch aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt wurde, hat die Geschichte nochmal spannender gemacht. Auch war der Schreibstil sehr locker und flüssig und man konnte richtig gut in der Geschichte versinken und alles was passierte sehr gut vor sich sehen.

Die Protagonistin Ella war mir von Anfang an sympathisch. Sie war unfassbar menschlich und man konnte sich so gut in sie hineinversetzen. Sie war lustig und hatte einen großartigen Humor außerdem hat sie durch die Tatsache, dass sie eine Leseratte ist und einen eigenen Buchblog hat nochmal bei mir punkten können😂🙈. Durch ihre Verletzungen – sowohl körperlich als auch seelisch – wurde der ganzen Geschichte eine gewisse Tiefe verliehen, die wirklich berührend war. Ella ist eine großartige Protagonistin und unfassbar stark.

Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Diskussionen zwischen Cinder und Ella über Bücher. Man hat richtig gemerkt, dass sie Bücher lieben und diese für sie etwas ganz Besonderes sind. Es war sowohl schön als auch lustig ihre Diskussionen zu lesen, da sie so leidenschaftlich dabei waren.

Die Geschichte von Ella hat mir echt gut gefallen, auch wenn sie mir ungefähr alle 5 Seiten das Herz gebrochen hat. Durch Ellas Krankheit wurde die Lovestory so tiefgründig und echt, dass es kaum möglich war, sie mit vielen Klischees zu zerstören. Aber natürlich gab es Klischees – angefangen schon dabei, wer Cinder überhaupt in Wirklichkeit ist – aber eigentlich nur in Cinders Welt, Ellas Welt war da relativ Klischeefrei. Und ich meine, eine Lovestoy in L.A., da müssen ja Klischees auftauchen. Trotzdem haben sie mich gestört. Kitschig war das Buch eigentlich überhaupt nicht, was mir echt gut gefallen hat, zumal man das auch echt erwarten konnte, schon alleine vom Klappentext her.  

Interessant fand ich auch, dass die Geschichte wirklich ein bisschen wie Cinderella war, vor allem wenn man jetzt darauf zurückblickt. Schon allein Ellas neue Familie mit der „bösen Stiefmutter“ und den beiden „bösen Stiefschwestern“… Die Familiengeschichte hat nebenbei noch so wichtige Themen aufgegriffen und einem gezeigt, wie schwierig auch eine mega reiche Familie sein kann.

Und trotzdem ist es, wenn man jetzt zurück schaut kein – ich weiß nicht, wie ich es formulieren soll – bedeutendes Buch. Es gibt so Bücher, die liest man und ist danach total geschockt und gewinnt durch das Buch neue Erkenntnisse, und dann gibt es Bücher – so wie dieses – die liest man total schnell, kann darin versinken und hat total viel Spaß beim Lesen, doch man nimmt nichts daraus mit. Ich weiß nicht, ob das jetzt verständlich ist.

Mit dem Ende war ich total zufrieden und es hat mir richtig gut gefallen. Ich möchte aber den zweiten Band persönlich nicht lesen, weil ich einfach Angst habe, dass er mir dieses Buch und die ganze Geschichte kaputt macht, zumal ich auch schon ziemlich viele negative Rezensionen dazu gelesen habe.

Fazit: „Cinder & Ella“ ist ein wunderschönes Buch mit einer unfassbar starken, lustigen und sympathischen Protagonistin. Die Geschichte ist so schön und auch die Lovestory hat mir richtig gut gefallen. Das Buch erinnert einen interessanter Weise an „Cinderella“. Eigentlich hat mir so ziemlich alles an dem Buch total gut gefallen und ich konnte mich richtig gut in das Buch entführen lassen, da der Schreibstil einfach so bildlich war. Ich empfehle das Buch jedem, der überwiegend klischeefreie Lovestorys mag und ab 13 Jahren und gebe ⭐⭐⭐⭐⭐.

Über das Buch: „Cinder & Ella“ von Kelly Oram erschien 2018 im ONE Verlag und ist der erste Band der zweiteiligen Reihe. Das Buch hat 442 Seiten und wird in der Ich Perspektive der Protagonistin Ella erzählt. Aus dem amerikanischen Englisch wurde das Buch von Fabienne Pfeiffer ins Deutsche übersetzt.

Zum Inhalt: Nach einem schweren Autounfall hat Ella ein Jahr voller OPs und Rehas hinter sich. Und nun muss sie auch noch zu ihrem Vater und dessen neuer Familie ziehen, die sie überhaupt nicht kennt. Ella will nur eines: ihr altes Leben zurück. Deshalb beschließt sie, sich nach langer Zeit wieder bei ihrem Chatfreund Cinder zu melden. Er ist der Einzige, der sie wirklich versteht, und obwohl sie ihn noch nie getroffen hat, ist Ella schon eine halbe Ewigkeit heimlich in ihn verliebt. Was sie nicht weiß: Auch Cinder hat Gefühl für sie. Und er ist der angesagteste Schauspieler in ganz Hollywood.

Über die Autorin: Kelly Oram ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Ihren ersten Roman schrieb sie mit 15 Jahren – eine Fan-Fiction über die Backstreet Boys. Ihr 2014 auf Englisch erschienener Durchbruch „Cinder & Ella“ erschien 2018 auf Deutsch und war auch hier ein großer Erfolg.  

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