„28 Tage lang“

05.03.2021 ; Merles Buchwelt

Meine Bewertung: Die Geschichte, einfach wow. Ich fand´s so interessant, dass alles über das Warschauer Ghetto zu lesen und konnte dabei noch richtig viel dazu lernen. Was erzählt wurde, wurde gnadenlos ehrlich erzählt und man bekam nichts beschönigt, es wurde genau geschildert, wie die Nazis die Menschen abgeschlachtet und sie dazu gezwungen haben sich gegenseitig umzubringen. Das hat mir echt gut gefallen, weil ich meine, wenn man schon ein Buch mit historischem Hintergrund liest, sollte man doch wohl auch alles so erzählt bekommen, wie es wirklich war und nicht eine beschönigte Version der Ereignisse. Dadurch muss ich aber auch sagen, dass das Buch krass ist, also wirklich so, dass man sich manchmal denkt >puh, okay, das ist doll<.

Den Schreibstil fand ich am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und das Buch war sehr schwer zu lesen und ich musste mich beim Lesen manchmal echt konzentrieren. Doch dadurch, dass man beim Lesen so nah an dem Geschehen war, konnte man die Verzweiflung der Menschen, die da in dem Getto gefangen waren, quasi spüren.

Über die Protagonistin bin ich mir mit meinem Urteil nicht sicher. Einerseits war sie mir sehr sympathisch dadurch, dass sie sich so für das richtige und ihre Familie eingesetzt hat, andererseits hat sie manchmal so egoistisch gehandelt, dass ich mich echt darüber aufgeregt habe, obwohl dann aber auch die Umstände die Mittel rechtfertigten. Außerdem war sie sehr schlau und hat immer mit einem klaren Kopf gehandelt, etwas ich sehr begrüßt habe. Sie war stark, mutig und menschlich und einfach eine tolle Heldin.

Die Geschichte war für mich immer etwas vorhersehbar – was wohl daran lag, dass ich mich mit dem Aufstand schon ziemlich gut auskannte – aber so unfassbar spannend. Ich saß gegen Ende echt mit dem Buch in der Hand da und habe die Augen kein einziges Mal von den Zeilen gewandt. Ich fand irgendwie es war ein bisschen wie bei „Harry Potter“ es wird eine halbe Ewigkeit erzählt – was durchaus interessant ist – und erst auf den letzten 100 Seiten wird es so richtig spannend, sodass man das Ende quasi wegsuchtet.

SPOILER WARNUNG SPOILER WARNUNG SPOILER WARNUNG

Das Ende fand ich sehr gut gemacht, es zeigte zum einen, wie der Aufstand endete und war somit realistisch gestaltet, andererseits gab es auch ein wunderschönes Ende für die Protagonistin, was mich sehr gefreut hat, weil ich damit schon fast nicht mehr gerechnet habe.

Fazit: „28 Tage lang“ ist ein total interessantes Buch über das Warschauer Ghetto und die Ereignisse, die sich dort zugetragen haben.  Es war so interessant das Buch zu lesen und ich konnte noch richtig viel lernen. Auch war man durch den – durchaus etwas gewöhnungsbedürftigen – Schreibstil total nah an den Figuren und konnte sich sehr gut alles vorstellen, was damals passiert ist. Die Protagonistin war eine tolle Heldin, auch wenn sie mich manchmal ziemlich aufgeregt hat… Die Geschichte war toll erzählt und gegen Ende hin mega spannend, sodass ich das Buch auf den letzten 100 Seiten kaum aus der Hand legen konnte. Und trotzdem ist die Geschichte krass und man muss einiges aushalten, weil man nichts von dem, was damals passiert ist beschönigt bekommt. Ich empfehle das Buch ab 12/13 Jahren und an jeden/jede, den/die das Thema interessiert und gebe⭐⭐⭐⭐.

Über das Buch: „28 Tage lang“ von David Safier erschien 2014 im Kindler Verlag. Das Buch hat 404 Seiten und wird aus der ich Perspektive der Protagonistin Mira erzählt.

Zum Inhalt: Was für ein Mensch willst du sein?

Die sechszehnjährige Mira schmuggelt Lebensmittel, um im Warschauer Ghetto zu überleben. Als sie erfährt, dass die gesamte Ghettobevölkerung umgebracht werden soll, schließt sich Mira dem Widerstand an. Der kann der übermächtigen SS länger trotzen als vermutet. Viel länger. Ganze 28 Tage.

28 Tage, in denen Mira Momente von Verrat, Leid und Glück erlebt.

28 Tage, in denen sie sich entscheiden muss, wem ihr Herz gehört.

28 Tage, um ein ganzes Leben zu leben.

28 Tage, um eine Legende zu werden.

Über den Autor: David Safier wurde 1966 in Bremen geboren und ist ein deutscher Drehbuchautor und Schriftsteller. Sein erstes Buch „Mieses Karma“ erschien 2007.

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